• Kloster Pannonhalma, Ungarn, ©Renovabis
  • Kirche Sveti Jovan Kaneo in Ohrid, Makedonien, ©G2W
  • Brücke über die Neretva in Mostar, Bosnien-Herzegowina, ©G2W
  • Glockenturm und Maria-Entschlafens-Kathedrale in Sergiev Posad, Russland, ©G2W
  • Metéora-Kloster in Thessalien, Griechenland
  • Kathedrale Sveti Sava in Belgrad, Serbien
  • Alexander-Nevski-Kathedrale in Sofia, Bulgarien, ©Plamen Agov, studiolemontree.com
  • Kiewer Höhlenkloster, Ukraine
  • Kirche in Molchad, Weissrussland, ©Renovabis

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Deutschland: Timmermans für führende Rolle der Kirchen in Migrationsfrage

Bei der Bewältigung der Migrationsfrage in Europa können die Kirchen und Religionsgemeinschaften aus Sicht des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans, eine führende Rolle einnehmen. Die Migration sei auf absehbare Zeit eine der größten politischen Herausforderungen, sagte Timmermans auf der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am 24. November 2017 in Bonn. Er sprach dort als Gast zur europäischen Asylpolitik.

Die Auseinandersetzungen über den "richtigen Weg" in der Asyl-und Migrationspolitik spalteten zunehmend die Gesellschaften in Europa. Populisten hätten mit "einfacher Rhetorik und fehlenden Rezepten" Zulauf. "In solchen Zeiten braucht unsere Gesellschaft Brücken. Und gerade hier spielen Kirchen und Religionsgemeinschaften eine wichtige Rolle", betonte Timmermans. Das ZdK reflektiere "weite Teile der deutschen Gesellschaft". Es bringe viele "Multiplikatoren, die für die Gestaltung der genannten Politikfelder und den Zusammenhalt der Gesellschaft Verantwortung tragen, zusammen".

Angesichts von populistischen Bewegungen in vielen Mitgliedstaaten müsse man sich "fortwährend und vermehrt" anstrengen, "die Bedeutung des europäische Projekts" den Bürgern nahezubringen. "Wir müssen immer wieder erklären, was erreicht wurde und müssen falsche Behauptungen richtigstellen." Die Bürger erwarteten "konkrete und nachhaltige" Lösungen. "Wir sind als Politiker und Christen aber auch gefordert, diese Lösungen unter voller Beachtung unserer christlichen und hu-manitären Werte zu entwickeln", sagte der niederländische Politiker.

Für die EU-Kommission seien die Sicherung der Menschenrechte, die Wahrung der Menschenwürde und der Schutz menschlichen Lebens "ein nicht verhandelbarer Grundsatz der EU in der Politikgestaltung". Timmermans sagte, er begrüße die "moralische Führungsrolle" von Papst Franziskus in dieser Frage. "Sein Ansatz, zusammengefasst in vier Verben, ist so einfach: zu begrüßen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren". Dies sei aber nicht überall zu beobachten.

Timmermans zitierte die Äußerung des Papstes von der "Globalisierung der Gleichgültigkeit" und betonte: "Ich hoffe, dass es uns durch unser gemeinsames Handeln gelingt, eine 'Globalisierung des Mitgefühls' zu fördern." Hier könne und müsse die katholische Kirche dazu beitragen, "dass unsere christlichen Werte im Vordergrund unseres Handelns stehen, auch im Dialog mit Kirchen in anderen Mitgliedstaaten". (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

Hintergrund

Hinweise

Gastvortrag: Theologische Ausbildung in Russland

gastvortrag theologische ausbildung russland wienDie theologische Ausbildung im Kontext der kirchlich-staatlichen Beziehungen in Russland
Gastvortrag von Erzpriester Vladimir Khulap, Vizerektor der Theologischen Akademie in St. Petersburg


13. März 2018
18:30 Uhr
Universität Wien



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Polen-Analysen Nr. 213: Das Verhältnis von Kirche und Staat unter der PiS-Regierung

polen analysen 213 coverDie Polen-Analysen Nr. 213 vom 20. Februar 2018 erforschen mit Beiträgen von Theo Mechtenberg und Pater Ludwik Wiśniewski OP das Verhältnis von Kirche und Staat unter der nationalkonservativen PiS-Regierung.

Polen-Analysen Nr. 213






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RGOW 2/2018: Zentralasien - Öffnung und Abgrenzung

rgow cover 2018 2Nach Jahrzehnten der Isolation findet in Usbekistan eine vorsichtige Öffnung statt, so hat der seit 2016 amtierende neue Präsident mit einigen Staaten erstmals seit 20 Jahren direkte diplomatische Beziehungen aufgenommen. Doch innenpolitisch bleibt der Reformbedarf groß. Das notorisch abgeschottete Turkmenistan hat 2017 einen internationalen Sportgroßanlass beherbergt, doch von einer echten Öffnung kann angesichts der turkmenischen Eliten, die nach wie vor den Staat plündern und die gesamte Wirtschaft kontrollieren, keine Rede sein. In Kasachstan hätte die Expo 2017 dem Staat zu einem besseren internationalen Image verhelfen sollen, doch die Besucherzahlen blieben unter den Erwartungen, und die strikte Kontrolle der Medien wurde nicht gelockert. So gibt es zwar Anzeichen einer vorsichtigen Öffnung, die aber kaum als echter regionaler Trend bezeichnet werden kann. Für die Religionsgemeinschaften hingegen verschärft sich die Gesetzeslage in Kasachstan zunehmend, während populäre heilige Stätten in den meisten zentralasiatischen Staaten zumindest toleriert werden.

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OWEP 1/2018: Weichenstellungen in Europa

owep cover 2018 11918, vor 100 Jahren, endete der Erste Weltkrieg, den viele Historiker als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnen. Diese pointierte Formulierung umschreibt, was den damals lebenden Menschen in Europa nur zu klar war, heute aber oft vergessen wird: Seit Herbst 1918 schwiegen zwar die Waffen zwischen der Entente und den Mittelmächten, und an die Stelle des Kriegs trat die Diplomatie, die zu den Friedensschlüssen der kommenden Jahre führte; vielerorts gingen die Kämpfe in Europa jedoch weiter, teils zwischen den Staaten, teils als Bürgerkrieg. Zugleich waren die folgenden Jahre trotz der materiellen und geistigen Verwüstungen, die der Weltkrieg hinterlassen hatte, eine Zeit des Aufbruchs, der kulturellen und wissenschaftlichen Blüte, die unter dem Schlagwort „Goldene zwanziger Jahre“ die breiten Massen allerdings kaum erreichte und letztlich nur von kurzer Dauer war.



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Call for Papers: 8th International Conference of Orthodox Theology

konferenz orthodoxe theologie thessalonikiThe Holy and Great Council of the Orthodox Church
Orthodox Theology in the 21st Century

21. - 25. Mai 2018

Fakultät für Theologie
Aristoteles Universität
Thessaloniki


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