Russland: Russische Bischöfe zwei Stunden beim Papst

Zwei Stunden haben sich Russlands katholische Bischöfe mit Papst Franziskus über die Lage der Kirche in ihrem Land ausgetauscht. Franziskus habe sie bestärkt, den Menschen nahe zu sein, berichtete der Moskauer Erzbischof Paolo Pezzi dem vatikanischen Internetportal "Vatican News" (30. Januar 2018) vom Ad-limina-Besuch der russischen Bischöfe (29. Januar 2018). Weitere Angaben zu Inhalten machte er nicht.

Mit Blick auf die Beziehung zu den Orthodoxen in Russland sagte Pezzi, seit dem historischen Treffen von Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill I. vor zwei Jahren auf Kuba habe sich die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Als Beispiele nannte er den Bereich Lebensschutz sowie Hilfen für Drogenabhängige und Familien. Zudem gebe es vor Ort eine Vielzahl gemeinsamer Initiativen der russischen Katholiken und Orthodoxen, die auch Katholiken aus anderen Ländern einbezögen.

Alle fünf bis sieben Jahre sind die katholischen Bischöfe aus aller Welt laut dem Kirchenrecht zu einem sogenannten Ad-limina-Besuch im Vatikan verpflichtet. Dabei sollen die Bischöfe eines Landes den Papst über die jeweilige Situation in ihren Diözesen informieren.

Ihren Ursprung haben die Ad-limina-Besuche in der Reise zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom (lat. "visitatio ad limina apostolorum", Besuch an den Schwellen der Apostelgräber; daraus erwuchs die Kurzformel "ad limina"). Durchschnittlich machen sich jedes Jahr rund 500 Bischöfe auf den Weg in den Vatikan. (© 2016 KNA. Alle Rechte vorbehalten.)

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