Tschechien: Papst ernennt zwei neue Weihbischöfe für Olomouc

Die tschechische Erzdiözese Olomouc (Olmütz) hat zwei neue Weihbischöfe: Generalvikar Josef Nuzík (50) und Kurien-Kanzler Antonín Basler (61). Papst Franziskus ernannte die beiden am 5. Juli 2017, wie der Vatikan mitteilte. Nuzik wurde am 25. Juli 1966 in Strání geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Olomouc und wurde am 17. Juni 1995 zum Priester geweiht. Von 1995 bis 1997 war er als Kaplan in seiner Heimat tätig; von 2005 bis 2009 war er Vizedirektor des erzbischöflichen Priesterseminars. Seit 2009 ist er Generalvikar der Erzdiözese Olomouc.

Basler wurde am 16. Februar 1956 in Šumperk (Mährisch-Schönberg) geboren und am 30. Juni 1984 zum Priester geweiht. Er studierte Theologie und Philosophie in Litoměřice (Leitmeritz) und ist seit 1999 Pfarrer in Olomouc, dort ist er seit 2000 zudem Kanzler der erzbischöflichen Kurie.

Die Diözese Olomouc wurde bereits im 10. Jahrhundert gegründet und 1777 zur Erzdiözese erhoben. Bedeutendster Erzbischof war der Ökumenepionier Anton Cyril Stojan (1851-1923), für den ein Seligsprechungsverfahren läuft. Stojan errichtete 1909 die Akademie von Velehrad, die unter anderem den theologischen Austausch mit der slawischen Orthodoxie fördern sollte und eine eigene wissenschaftliche Zeitschrift herausgab.

1916 gründete er auch eine Päpstliche Missionsanstalt auf dem Velehrad, die auf eine Wiedervereinigung der orthodoxen Slawen mit der römischen Kirche hinwirken sollte. Diesem Gedanken galten auch mehrere von Stojan organisierte Tagungen und Kongresse sowie seine breite schriftstellerische und publizistische Tätigkeit. Als Domherr und Bischof hat sich Stojan aber auch für die Verbesserung der Ausbildung deutscher Priester in Olomouc eingesetzt. Papst Franziskus erkannte Stojan am 14. Juni 2016 den heroischen Tugendgrad zu. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)