Litauen: Mehr Geld für Religionsgemeinschaften

Das litauische Finanzministerium hat vorgeschlagen, den traditionellen Religionsgemeinschaften Litauens in diesem Jahr bedeutend mehr Mittel zur Verfügung zu stellen als in den vergangenen Jahren, nämlich 1,2 Mio. Euro. Im Vergleich zum Jahr 2017 haben sich die von der Regierung zugeteilten Mittel fast verdoppelt. Letztes Jahr hatte die Regierung den traditionellen Religionsgemeinschaften lediglich 697‘000 Euro zugesprochen.

Entsprechend der Anzahl der traditionellen Religionen in Litauen wurde vorgeschlagen, die Mittel in neun Teile aufzuteilen. Den Löwenanteil – mehr als eine Mio. Euro – soll die Litauische Bischofskonferenz erhalten, die die katholische Kirche im Land repräsentiert. Zudem ist geplant, den litauischen Orthodoxen 61‘100 Euro zuzuteilen, dem Obersten Rat der Altgläubigen 12‘700 Euro, der Evangelisch-Lutherischen Kirche 11‘400 Euro, der Evangelisch-Reformierten Kirche 6000 Euro, dem Geistlichen Zentrum der sunnitischen Muslime 4200 Euro. Den Rest teilen sich die drei kleinsten traditionellen Glaubensgemeinschaften im Land: die jüdische Gemeinschaft, die Griechisch-Katholischen sowie die Karäer. (Quelle: www.blagovest-info.ru, 19. Februar 2018)