Kroatien: Theologe und „Glas Koncila“-Gründer Duda gestorben

Die katholische Kirche in Kroatien trauert um den Theologen und Franziskanerpater Bonaventura Duda. Der bekannte Bibelwissenschaftler und Intellektuelle, der während des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 1965) einer der Hauptinitiatoren der bis heute erscheinenden überregionalen Kirchenzeitung „Glas Koncila“ („Stimme des Konzils“) war, starb am 3. August im 94. Lebensjahr im Franziskanerkloster in Varaždin. In einem Nachruf wird Duda von der Redaktion als einer der größten kroatischen Theologen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewürdigt.

Duda stammte aus Rijeka und war 1935 in den Franziskanerorden eingetreten. 1950 wurde er zum Priester geweiht. Zur Zeit des Kommunismus war er der erste Priester seiner Heimat, dem ein Doktoratsstudium in Rom erlaubt wurde, das er an der Päpstlichen Franziskaner-Hochschule „Antonianum“ absolvierte. Außerdem studierte er am Päpstlichen Bibelinstitut. Später lehrte Duda Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Zagreb. Von 1982 bis 1986 war er Dekan der Fakultät.

Als Bibelwissenschaftler war Duda gemeinsam mit Jure Kastelan hauptverantwortlich für die Ende der 1960er Jahre erschienene vollständige Übersetzung der Bibel in kroatischer Sprache. Während des Zweiten Vaticanums gehörte er 1962 mit P. Zorislav Lajo zu den Hauptinitiatoren des Bulletins „Stimme vom Konzil“ („Glas s Koncila“), das über das Konzil berichtete. 1963 wurde daraus die Kirchenzeitung „Glas Koncila“ gegründet. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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