Bosnien-Herzegowina: Republika Srpska und Orthodoxe Kirche arbeiten zusammen

Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) und die Republika Srpska, eine der beiden Entitäten, aus denen sich Bosnien-Herzegowina zusammensetzt, wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. Dies vereinbarten Bischof Fotije (Sladojević) von Zvornik und Tuzla und Milorad Dodik, der Präsident der mehrheitlich von Serben bewohnten Republika Srpska bei einem Treffen in Bijeljina Anfang Oktober.

Dodik erklärte, die Institutionen der Republik seien daran interessiert, in alle für die Kirche wichtigen Projekte integriert zu werden. Natürlicherweise dominierten in der Republika Srpska der Einfluss der SOK und deren Aktivitäten. Die Kirche sei „ein Schlüsselelement der Identität des serbischen Volkes und jeder, der sich mit staatlichen und politischen Aufgaben beschäftigt, muss das berücksichtigen“, sagte Dodik nach dem Treffen. Er bedankte sich bei der SOK und insbesondere bei ihren Eparchien in der Republika Srpska für die bisherige Zusammenarbeit, die sich „auf dem bestmöglichen Niveau“ abgespielt habe.

Konkret möchte Regierung im nächsten Jahr in jeder Eparchie ein orthodoxes Gymnasium aufbauen oder aufbauen helfen. Wo immer möglich, möchte sie beim Bau von Kindergärten in der Umgebung von Kirchen halfen, da sich diese Projekte bewährt hätten.

Bischof Fotije hob die Mission der Kirche hervor, die „geistige Einheit des Volkes, und soweit möglich, die gesellschaftlich-politische Einheit zu bewahren“. „Wir können nie und nirgends unser Volk nach Parteien aufteilen, sie alle sind unsere spirituellen Kinder“, fügte er hinzu. Fotije, der zuvor Bischof von Dalmatien war und Mitte September in sein neues Amt eingeführt worden ist, will sich um ein bestmögliches Verhältnis zu den anderen Religionsgemeinschaften bemühen. Er betonte, dass die Kirche mit den Institutionen der Republika Srpska zum Wohl des serbischen Volks, der Republika und der Kirche zusammenarbeiten werde.

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