Bosnien-Herzegowina: Noch keine Papst-Entscheidung zu Međugorje

Zu dem umstrittenen Marienwallfahrtsort Međugorje liegt offenbar noch keine Entscheidung von Papst Franziskus vor. Das berichtete das italienische Nachrichtenportal "Vatican Insider" unter Berufung auf Kurienkreise am Wochenende. Dies bedeute jedoch nicht, dass der Vatikan gegen die Pilgerfahrten in den bosnisch-herzegowinischen Ort sei. Am 8. Dezember 2017 hatte der Papst den altersbedingten Rücktritt des Warschauer Erzbischofs Henryk Hoser (75) angenommen, der früher auch Sondergesandter für Međugorje war; diese Sondermission ist inzwischen beendet. Hoser hatte zum Ende seiner Amtszeit in einem Interview gesagt, er rechne damit, dass die Kirche die ersten der seit 1981 in Međugorje berichteten Erscheinungen als echt anerkenne.

Benedikt XVI. (2005-2013) hatte 2010 eine Kommission unter Leitung des italienischen Kardinals Camillo Ruini eingesetzt, um den übernatürlichen Charakter der Ereignisse von Međugorje zu klären. 2014 legte der Ausschuss seine Ergebnisse der vatikanischen Glaubenskongregation vor. Anschließend wurden sie dem Staatssekretariat übergeben.

Demnach soll die Mehrheit der Kommissionsmitglieder die ersten sieben Erscheinungen, die sich zwischen dem 24. Juni und dem 3. Juli 1981 ereigneten, als authentisch eingestuft haben. Überwiegend Zweifel gab es laut Berichten über das noch unveröffentlichte Dossier an den folgenden rund 42.000 Visionen von Ende 1981 bis heute. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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