Bosnien-Herzegowina: Katholiken und Orthodoxe beten gemeinsam für Frieden

Ein besonderes Zeichen für die Ökumene setzen die beiden höchsten Vertreter von katholischer und orthodoxer Kirche in Bosnien-Herzegowina. Zum Auftakt der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen hatte Sarajevos Erzbischof Kardinal Vinko Puljić für den 18. Januar 2018 zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die katholische Kathedrale der bosnischen Hauptstadt eingeladen. Der serbisch-orthodoxe Metropolit von Dabar-Bosna, Hrizostom (Jević), hielt dabei die Predigt, wie die italienische katholische Nachrichtenagentur SIR berichtete.

Zu der ökumenischen Feier werden in der katholischen Kathedrale wurden auch zahlreiche orthodoxe Geistliche erwartet. Die Katholiken erwidern den Besuch zum Ende der Weltgebetswoche am 25. Januar. Bei einem Gebet für den Frieden in der  orthodoxen Marienkathedrale von Sarajevo wird dann Kardinal Puljić Predigtworte sprechen.

Bereits am 20. Januar fand in der katholischen Kathedrale auch das traditionelle ökumenische Konzert zur Weltgebetswoche statt. Daran wirkten sowohl die Chöre der katholischen wie der orthodoxen Bischofskirche als auch protestantische Musiker mit.

In der Bevölkerung der bosnischen Hauptstadt machen Christen unter den dominierenden Muslimen eine Minderheit aus. Von den laut letzter Volkszählung aus dem Jahr 2013 rund 275'000 Einwohnern sind etwas mehr als 13'000 katholisch und rund 10'000 orthodox. Hinzu kommt eine kleine Zahl an Evangelischen, Baptisten und Adventisten. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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