Rumänien: Rumänien erwartet Papstbesuch

Das Oberhaupt der Rumänischen Orthodoxen Kirche (RumOK), Patriarch Daniel, hat seine Einladung an Papst Franziskus widerholt, Rumänien zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt zu besuchen. Anlass der Einladung war ein Treffen mit dem Präfekten der vatikanischen Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, der Ende September Rumänien besuchte. Patriarch Daniel dankte Sandri für die guten Beziehungen zwischen den beiden Kirchen und für die Gastfreundschaft, die vielen rumänisch-orthodoxen Gemeinden in Italien von katholischen Pfarrgemeinden gewährt wird, sowie für die Stipendien für junge orthodoxe Theologen. Außerdem lobte Daniel die gute Zusammenarbeit der Patriarch-Justinian-Fakultät für Orthodoxe Theologie in Bukarest mit dem Päpstlichen Orientalischen Institut, insbesondere in Bezug auf rumänische Theologie-Studenten, die in Rom Zugang zur Institutsbibliothek hätten. Der Patriarch und Kardinal Sandri diskutierten zudem über soziale und pastorale Herausforderungen durch die Migration, die Säkularisierung und die christliche Identität Europas.

Die fünftägige Reise führte Sandri neben Bukarest nach Iaşi und Blaj, wo er im Roma-Stadtteil Barbu Lautaru den Grundstein für eine Kirche weihte und an der Synode der Griechisch-Katholischen Kirche teilnahm. Er traf sich zudem mit staatlichen Vertretern wie dem Berater in Kirchenfragen des Staatspräsidenten Klaus Iohannis, Sergiu Nistor. Auch Iohannis hatte Papst Franziskus nach Rumänien eingeladen, ein möglicher Anlass wäre die Heiligsprechung von sieben griechisch-katholischen Märtyrerbischöfen. Einen genauen Termin dafür gibt es aber noch nicht. Im überwiegend orthodoxen (86 Prozent) Rumänien stellen die Gläubigen der Rom unterstehenden Griechisch-Katholischen Kirche eine kleine Minderheit von ca. drei Prozent. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

Drucken