Serbien: Patriarch Irinej besuchte Ungarn

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej (88) hat Ungarn einen Pastoralbesuch abgestattet. In Budapest wurde der Patriarch – der in Begleitung des Bischofs der Bačka, Irinej (Bulović), und des Bischofs von Mohács, Isihije (Rogić), nach Ungarn gereist war – am 24. Mai vom serbisch-orthodoxen Bischof der ungarischen Hauptstadt, Lukijan (Pantelić), empfangen. An der Begrüßungszeremonie in der serbisch-orthodoxen Georgskathedrale nahmen zahlreiche Gläubige teil. Der Pastoralbesuch des Belgrader Patriarchen in Budapest wurde auch als Zeichen der Annäherung zwischen Serbien und Ungarn interpretiert und fand dementsprechend in politischen Kreisen hohe Aufmerksamkeit.

Im Verlauf seines Pastoralbesuchs segnete Patriarch Irinej das neu gestaltete Museum der serbisch-orthodoxen Eparchie Buda (Budim). Am 26. Mai zelebrierte er die Göttliche Liturgie in der orthodoxen Kathedrale des Städtchens Szentendre nördlich von Budapest. Szentendre war im 18. Jahrhundert eine der wichtigsten Stätten der serbischen Kunst und Kultur. Die serbisch-orthodoxen Barockkirchen von Szentendre sind Zeugnisse dieser Entwicklung.

Die serbisch-orthodoxe Präsenz in Budapest hängt mit der Wiedererrichtung des Patriarchats von Peć unter Makarije Sokolović (Patriarch von 1557 bis 1571) zusammen. Sein Cousin war der zum Islam übergegangene Großwesir Mehmed Sokolović. Mit seiner Hilfe konnte der Patriarch die serbisch-orthodoxe Kirchenstruktur im osmanischen Machtbereich wieder aufbauen. In dieser Zeit entstand auch der orthodoxe Bischofssitz in Buda. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)