Lettland: Bischöfe hoffen auf Impuls des Papstbesuchs

Die lettischen Bischöfe haben mit einem „Brief an die Priester und das ganze Volk Gottes“ an Priester und Laien appelliert, den Besuch von Papst Franziskus im Herbst 2018 als Impuls für einen gesellschaftlichen und spirituellen Aufbruch zu nutzen. Der Besuch lade dazu ein, sich auf die spirituelle Basis Lettlands zu besinnen. Die letzten Jahre hätten „viele positive Veränderungen und Entwicklungen“ gebracht, es sei aber nötig, „Antworten auf die neuen Herausforderungen“ des Lebens zu suchen, heißt es in dem Brief weiter. Die vier Bischöfe hoffen zudem, dass der Papstbesuch nicht nur eine „flüchtige emotionale Erfahrung“ werde, sondern ein „dauerhaftes Geschenk der Gnade“.

Die Bischöfe riefen die Gläubigen auf, sich mit Franziskus‘ Schriften zu befassen, die ökumenische Zusammenarbeit zu fördern und mit karitativem Handeln „jedem Menschen in Not“ zu dienen. Sie schlugen außerdem ein Gebet vor, dass nun nach jeder Messe in Lettland rezitiert werden soll. Am 22. Juli wird bei den Gottesdiensten für die Finanzierung des Papstbesuchs gesammelt, während der Tag des Papstbesuchs, der 24. September 2018, vom lettische Parlament zu einem offiziellen Feiertag erklärt wurde.Papst Franziskus besucht Lettland im Rahmen seiner Reise ins Baltikum vom 22. bis 25. September. In Litauen wird er Vilnius und Kaunas besuchen, in Lettland Riga und Aglona und in Estland Tallinn. Geplant sind drei Messen, ökumenische Begegnungen sowie Treffen mit Jugendlichen, Mitarbeitern karitativer Einrichtungen und Regierungsvertretern der drei Länder. Franziskus ist nach Johannes Paul II. erst der zweite Papst, der ins Baltikum reist. Dieser hatte im September 1993 die drei baltischen Staaten besucht. Die Messe im lettischen Marienheiligtum Aglona gilt als einer der Höhepunkte der Reise. Die Basilika von Aglona trägt den Titel eines „internationalen Heiligtums“, dessen Anziehungskraft über das Baltikum hinaus nach Weißrussland und Russland reicht. (mit Material von Kathpress)