Slowenien: Serbischer Patriarch besucht erstmals Slowenien

Der serbische Patriarch Irinej hat im Mai 2018 zum ersten Mal Slowenien besucht. Die erste Station seines Aufenthalts war die Küstenstadt Koper, wo wegen der großen Zahl Gläubiger eine serbisch-orthodoxe Kirche gebaut werden soll. Danach reiste er in die Hauptstadt Ljubljana, um der Einweihung eines neuen Gemeindehauses der orthodoxen Kirill-und-Method-Kirche im Zentrum der Stadt beizuwohnen.

Nach Gesprächen mit orthodoxen Gläubigen, die aus ganz Slowenien, aber auch aus Italien und Österreich angereist waren, feierte Irinej gemeinsam mit zahlreichen Hierarchen und Priestern einen Gottesdienst in der Kirill-und-Method-Kirche in Ljubljana. In seiner anschließenden Rede im Hof der Kirche rief Irinej die anwesenden Gläubigen dazu auf, ihre neue Heimat zu achten und mit den Slowenen gute Beziehungen aufrechtzuerhalten, denn „zwischen den Serben und den Slowenen waren die Verhältnisse immer gut“. Zudem forderte er die Gläubigen dazu auf, Andersgläubige zu respektieren, „denn wir sind alle Gottes Kinder und es gibt keinen Unterschied zwischen den Menschen, egal welcher Religion sie angehören.“

In Koper lobte der serbische Patriarch die Schönheit Sloweniens sowie die Sauberkeit und guten Straßen des Landes. Der Fortschritt und die Entwicklung Sloweniens sollten Serbien als Beispiel dienen, an dem sich dessen Entwicklung orientieren könnte. Zudem verwies er auf die Nähe und Verwandtschaft der beiden slawischen Völker, von der er sich wünschte, sie bleibe auch in Zukunft bestehen. An der Liturgie in Ljubljana nahmen neben Vertretern der serbischen Botschaft auch Vertreter der katholischen Kirche in Slowenien und der muslimischen Glaubensgemeinschaft teil. In Koper wie auch in Ljubljana traf Irinej mit dem jeweiligen Bürgermeister der Stadt zusammen.

Im neuen Gemeindehaus werden künftig alle wichtigeren kulturellen Veranstaltungen serbischer Vereine stattfinden. Zudem sollen Schriftsteller, Musik- und Theatergruppen aus Serbien und der bosnischen Republika Srpska auftreten sowie eine Schule für serbische Sprache und das kyrillische Alphabet eingerichtet werden. Irinej rief in diesem Sinn die Serben in Slowenien dazu auf, ihren orthodoxen Glauben zu bewahren und zu lieben und an jüngere Generationen weiterzugeben.

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