Kroatien: Ministranten besuchen Belgrad

Eine Gruppe von 15 Ministranten aus Zagreb hat auf Initiative des Jesuiten Zlatko Brauchler die serbische Hauptstadt Belgrad besucht. Ihr Besuch stand im Zeichen von Versöhnung und Dialog und wurde vom katholischen Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hočevar, als „prophetisches Zeichen“ gewertet. Dieser würdigte auch den Einsatz Brauchlers für die Versöhnung zwischen Kroaten und Serben sowie sein ökumenisches Engagement zwischen katholischer und orthodoxer Kirche auf dem Balkan.

In diesem Sinn besuchten die jungen Männer einen orthodoxen Gottesdienst in der Ružica-Kirche auf dem Kalemegdan. Im Anschluss sprachen sie mit Vladimir Vukašinović, Liturgieprofessor an der Theologischen Fakultät Belgrad, über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Ost und West sowie die Ökumene, die nötig sei, um einen Dialog zu entwickeln und Brücken der Versöhnung zu bauen. Auf ihrer Stadtführung wurden die kroatischen Ministranten von Studierenden der Theologischen Fakultät geführt. Neben Belgrad besuchten die jungen Männer die Städte Pančevo und Novi Sad in der Vojvodina, die von einem multiethnischen und multikonfessionellen Charakter geprägt ist. Zlatko Brauchler bezeichnete den Ausflug als Schritt zu einer „neuen, gereinigten christlichen Ansicht, die vergibt und zu Vergebung aufruft“.

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