Kroatien: Grabar Kitarović und Vučić besuchen Metropolit Porfirije in Zagreb

Metropolit Porfirije (Perić) von Zagreb-Ljubljana der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat die Bemühungen der kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar Kitarović und ihres serbischen Amtskollegen Aleksandar Vučić für gutnachbarschaftliche Beziehungen zwischen Kroatien und Serbien begrüßt. Beim Besuch der beiden Staatsoberhäupter in seiner Residenz am 12. Februar erklärte er, die kroatische Einladung an den serbischen Präsidenten und dessen Annahme der Einladung seien mutige Schritte und ein Aufruf zum Frieden.

„In Anbetracht aller heutiger Ereignisse muss ich sagen, dass ich vor allem von Ihrer Stimmung und den Worten, die Sie beide an die kroatische Öffentlichkeit gerichtet haben, begeistert bin, und das sind vor allem Worte der Verantwortung und Sorge für normale Beziehungen zwischen Serben und Kroaten, hier und überall“, sagte der Metropolit. Der Besuch Vučićs sei für die Serben in Kroatien eine Ermutigung. Die beiden Präsidenten besuchten auch den katholischen Erzbischof von Zagreb, Josip Kardinal Bozanić. In dem Gespräch ging es um die Beziehungen zwischen katholischen und orthodoxen Gläubigen sowohl in Kroatien als auch in Serbien. Zudem sprachen sich die Beteiligten für ein Abkommen aus, das offene Fragen zwischen den beiden Staaten lösen soll, um gute, nachbarschaftliche Beziehungen und einen stabilen Frieden zu stärken.

Nach der Begegnung mit Vučić sagte Grabar Kitarović, es sei die Pflicht der beiden Präsidenten sich zu treffen, auszutauschen und gemeinsame Interessen zu finden. Die beiden Länder hätten eine „gemeinsame Verantwortung für die Zukunft Südosteuropas“. Vučić erklärte, er sei gekommen, um „alle unsere offenen Fragen zu diskutieren, und es sind viele“. In den nächsten 100 Tagen wolle man die Atmosphäre zu ändern versuchen. Die Präsidenten versprachen, die Arbeit in Grenzangelegenheiten, Minderheitenrechten und der Suche nach vermissten Personen zu intensivieren.

Drucken